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Shooting mit Kirkity

Am 15.04. war es soweit, ich war für ein Fotoshooting in Köln gebucht. Mein Auftraggeber, der bekannte Musiker, Youtuber und Younower Kirkity. Der 18 – Jährige befindet sich derzeit auf dem Weg nach ganz oben, sein richtiger Name ist Joshua Kirkland. In der Medienwelt genießt der junge Mann bereits jetzt ein großes Ansehen. Auf Instagram verzeichnet er bereits über 23k Follower und auf Twitter mehr als 15k.

 

Doch fangen wir ganz von vorne an: Woher kenne ich Kirkity? So ganz genau können wir beide das gar nicht mehr sagen. Wir „liefen“ uns vor langer Zeit zufällig mal bei Twitter über den Weg. Wenn ich mich noch recht erinnere, favte er einen meiner Tweets, den er über einen Hashtag gefunden hatte und ich schaute mir als Reaktion daraufhin sein Profil an. Schnell folgten wir uns gegenseitig und dabei blieb es dann auch erstmal. Irgendwann begannen wir Nachrichten auszutauschen, wer hier die Initiative ergriffen hat, weiß ich so genau nicht mehr, ich glaube aber, dass ich derjenige war. Immer öfter verfolgten wir einander unseren Content und der Tag kam, an dem wir unsere Nummern austauschten. Ein lockerer Kontakt entstand, woraus schnell ersichtlich war, dass wir uns wirklich blendend verstehen. Aber mal ganz unter uns, wer ihn nicht sympathisch findet, hat was falsch gemacht.

Joshua ist für seine jungen achtzehn Jahre wirklich verblüffend. In meiner Branche lernt man so unfassbar viele Menschen mit völlig unterschiedlichen Charakteren, dass ich gerade wegen des Alters vielleicht etwas weniger erwartet habe. Dazu im weiteren Verlauf mehr.

 

 

 

Vor einigen Wochen twitterte ich via Moments eine Bilderstrecke aus der Businessbranche, der letztendlich ausschlaggebende Punkt dafür, dass Kirkity unbedingt Fotos von mir wollte. Wir besprachen die Details über unzählige (Sprach-) Nachrichten und machten einen Termin mit einigen Wochen Vorlaufzeit aus. Glück ist bekanntlich mit den Doofen, scheinbar sind wir zu schlau und so kam es, wie es kommen musste: Es regnete genau am Tag des Shootings in Strömen.

Es war sehr früh, mein Wecker klingelte. Doch den brauchte ich gar nicht, fassungslos stand ich da in meinem Büro. Frisch aufgestanden, noch in Boxershort starrte ich unglaubwürdig aus dem Fenster. Regen! Wolken! Windböen! Ich wischte mir den Schlaf aus den Augen und tastete den Schreibtisch ab, auf der Suche nach meinem iPhone – ein kurzes Tippen und der Wecker verstummte. Schlechtes Wetter, genau das hatten wir befürchtet, etwas, was sich bei der Terminwahl leider nicht berücksichtigen lies.

Knappe zwei Stunden später saß ich dann im Zug auf dem Weg nach Köln. Voller Optimismus stand ich also im noch leichten Nieselregen und gefühlter Windstärke zehn auf dem Bahnhofsvorplatz. Wir hatten keinen genauen Treffpunkt ausgemacht. Mein Handy vibriert, eine Nachricht von Joshua: „Ich bin da.“ Da er absoluter Adidas Fan ist, selektierte ich mit meinen Blicken die Menschen danach aus. Plötzlich blieb mein Blick an einem Typen hängen. Weißer Adidias Pullover, weiße Hose, Adidas Schuhe, völlig lässig, unter seinem rechten Fuß ein blaues Longboard. Dreißig Meter Distanz, er erkannte mich und begann zu grinsen. Ein fester Händedruck und während er sich mit Namen vorstellte, fiel ich ihm ganz knapp ins Wort: „Hi, freut mich!“ – „Ich muss zur Bank“ erwiderte er. Wir zogen los und fanden nach kurzer Suche einen Geldautomaten. Wie vorher besprochen überlegten wir kurz, wo wir was essen sollten und dann saßen wir uns auch schon gegenüber. Wir tauschten uns aus, unterhielten uns über sämtliche Themen und wurden zunehmend locker. Zahlreiche Themen kamen auf den Tisch, von Social-Media, übers Business bis hin zur Freizeit. Schnell wurde mir klar, hier unterhalten sich zwei Menschen, die vom Denken, Handeln und der Einstellung zum Leben nicht identischer sein könnten. Die leichte Nervosität war zeitnah vergangen und ich hatte das Gefühl, wir würden uns schon Jahre kennen.

 

 

Im Anschluss zogen wir los, quer durch Köln. Das Wetter war unverändert, es regnete zwischendurch, es stürmte, der Himmel war bedeckt und das Licht mehr schlecht als recht. Dennoch hielt es uns nicht davon ab, das Shooting wie geplant durchzuführen. Mit der U-Bahn ging es dann in Richtung Medienhafen. Wir waren spät dran, liefen zu Gleis zwei und waren dort der Meinung, dass wir am Falschen standen. Eine Minute noch bis zur Abfahrt – schnell die Treppe wieder hoch, die Nächste runter. Wir fuhren durch Köln, bis uns die Erkenntnis traf: Wir saßen in der falschen Bahn. Im Grunde war es die Richtige, jedoch in die falsche Richtung. Wir nahmen es mit Humor und nutzen die Stunde der Ehrenrunde und führten einen gemütlichen Talk in der hintersten Ecke des Waggons. An der Location trafen wir dann noch auf ein paar Fans, welche uns begleitet haben. Das Shooting an sich verlief sehr angenehm. Sofort war zu merken, der Bursche steht nicht zum ersten Mal vor der Kamera. Das machte den Job sehr unkompliziert und Anweisungen waren kaum notwendig, nur hier und da mal ein paar Korrekturen. Wir hatten unseren Spaß, was wohl mitunter am selben Humor liegt.

 

 

Am Ende des Tages ließen wir den Tag in einem Cafe am Bahnhof Revue passieren. Wir sichteten noch einmal gemeinsam alle Bilder, selektierten geistlich schon mal ein wenig aus und verabschiedeten uns dann mit einer herzlichen Umarmung voneinander. Während ich mein Getränk noch leerte, vibrierte mein iPhone. Eine Nachricht von Joshua: „Komm gut nach Hause“. Ich antwortete, stand auf und saß dann irgendwann in der Bahn – Way back Home!

Mein Fazit des Tages: Ich habe schon wirklich viele Prominente & berühmte Persönlichkeiten vor der Kamera gehabt. Aber selten einen so bodenständigen Kerl kennengelernt, der trotz seines Erfolgs einfach Mensch geblieben ist. Wir beide haben übrigens gemerkt, dass wir uns perfekt ergänzen und uns daher für eine zukünftige Kooperation & Partnerschaft entschieden. Ich bin mir sicher, das ein oder andere wirst du davon noch mitbekommen.

Noch ein  persönliches Wort an dich Joshua: KÖLN! – Du weißt Bescheid.

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